Erstellt am 18 Oktober 2013

“Umdrehen” heißt auf Xhosa “Jikeleza”. Daher hat das Jikeleza Tanzprojekt, das im April 2002 gegründet wurde, seinen Namen.
Umdrehen lautet das Prinzip des Projektes, denn es soll Jugendliche in eine neue, bessere Richtung weisen.
Die Gemeinden Imizamo Yethu und Hangberg Harbour in Hout Bay sind die zwei sozial- schwächsten Gebiete des westlichen Kaps. Kinder und Jugendliche aus den Townships, von der Straße oder aus sehr armen Familien finden bei dem Projekt Zugang zu Musik- und Tanzstunden, in denen sie auf hohem Niveau kreative Fähigkeiten erlernen und verbessern können.

Zusätzlich haben die Jugendlichen die Chance ihr Erlerntes vor einem Publikum vorzustellen und sich immer weiter zu bilden.Es werden auch Workshops angeboten, bei denen die Kinder ihre Fähigkeiten erweitern können. Die Workshops finden immer in einer anderenGegend statt als in der wo die Kinder wohnen, damit sie Abstand von ihren Problemen bekommen. Zudem versuchen die Helferdes Projektesden Kindern und Jugendlichentäglich eine Mahlzeit anzubieten.

Das Projekt istfür sie ein Platz der Entspannung und gibt ihnen Abstand von schwierigen, familiären Verhältnissen. Gleichzeitig stellt das Projekt für die Kinder einen Ort dar, in dem sie sich geborgen fühlen und Zeit mit ihren Freunden verbringen. Das Ziel war es von Anfang an durch die Instrumente, Musik und Tanz den Kindern und Jugendlichen Werte nahe zu bringen und ihre Lebensqualität zu verbessern. Drei Ziele standen dabei besonders im Vordergrund.

Zum einen war es den Initiatoren wichtig Straßenkinder wieder in die Gesellschaft zu integrieren und sie auf ihrem Weg zu begleiten, damit sie endgültig mit ihrem Leben auf der Straße abschließen können. Außerdem sollen die Kinder und Jugendlichen durch das Erlernen der künstlerischen Fähigkeiten selbstbewusst und optimistisch in die Zukunft blicken können. Die Ausbildung soll den jungen Leuten ebenfalls einen beruflichen Weg in die Zukunft weisen.

Die Tanz- und Musikstunden stellen daher nicht nur eine erfüllende Aktivität dar, sondern geben den Kindern auch mehr Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl, Disziplin und formt gleichzeitig ihren Charakter. Die Kunst des Tanzes macht Persönlichkeiten aus den Heranwachsenden und überbrückt Grenzen wie Sprache, Kultur oder Geschlecht. Die Geimeinschaft der Jugendlichen wird gestärkt und sie werden dazu ermutigt und mobilisiert, dass sie mehr erreichen, wenn sie alsGruppe zusammenhalten .Auch die Gegenden in denen die Kinder aufwachsen sollen verbessert werden, damit die Kinder gleich von Anfang an in besseren Umständen groß werden.

Das Jikeleza Projekt setzt sich außerdem für Bildung ein. In der Gegend, in der die Kinder wohnen, gibt es nur eine High School. Da man sich vorstellen kann, wie überfüllt die Schule ist, versucht das Projekt alternative Klassenräume für die Kinder zu organisieren, damit die sie eine individuellere Förderung erhalten. Auch für eine bessere Versorgung setzt sich das Projekt ein. Bei Events und Auftritten wird immer Essen zur Verfügung gestellt, Montag und Mittwochs verteilt die Organistaion außerdem Sandwiches.
Neben dem Training wird auch großer Wert auf Aufklärung, Prävention und Information gelegt. Die Kinder reden mit den Coaches über problematische Themen wie HIV, Missbrauch und Drogenkonsum. Durch das offene Gespräch sollen den jungen Menschen die Gefahren und Konsequenzen aufgezeigt und das Schweigen gebrochen werden. Jikeleza ist ein Musterbeispiel für ein erfolgreiches Projekt. Es zeigt, dass Kinder aus Armut und Gewalt durch das Medium Tanz und Musik mehr Perspektiven und Chancen aufgezeigt bekommen. Auch für die Zukunft will das Projekt mit Jugendlichen aus schwachen Gegenden in Kontakt treten und die Herausforderung annehmen diese Kinder zu fördern.

Außerdem ist es wichtig, die Kinder zu ermutigem, dass eine gute Bildung die Voraussetzung für alles Andere ist. Ein anschließendes Hochschulprogramm soll ihnen die Chance geben, später finanziell auf eigenen Beinen zu stehen, unabhängig zu sein und eigenes Geld zu verdienen.

Infos unter: http://www.jikelezaprojects.co.za/

Foto: Flying Media

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Sven Klawunder

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