Erstellt am 17 November 2014

Der Tsitsikamma National Park wurde 1964 ins Leben gerufen und ist ein 80 Kilometer langer Küstenstreifen zwischen Nature’s Valley und der Mündung des Storms River. Der Nationalpark war bis 2009 ein eigenständiger Nationalpark in Südafrika und ist seither Teil des Garden Route-Nationalparks.

Die Vegetation ist dort sehr üppig und vielfältig. Bemerkenswert sind hier vor allem über 800 Jahre alte Yellowwood-Bäume die zur Kapflora gehören. Die Bestände dieser heimischen, extrem langsam wachsenden Hartholzart wurden vor allem durch die frühen Kapsiedler im 17ten und 18ten Jahrhundert – aber auch bis in das 20ste Jahrhundert hinein – stark ausgebeutet und reduziert.

Der dichte Wald mit seinen alten, bis zu 40 Meter hohen Bäumen ist einer der letzten Urwälder Südafrikas. Er umfasste aber nicht nur den ursprünglichen Urwald, sondern auch eine artenreiche Vogel- und Tierwelt. Von Affen und kleineren Antilopenarten bis hin zu den den possierlichen Klippschliefern (Dassies), die oft in Strandnähe grasen.

Der Name Tsitsikamma bedeutet in der Sprache der Khoikhoi so viel wie „wasserreicher Platz“ und neben der wunderschönen Pflanzen und Tierwelt, spielt auch Wasser eine entscheidende Rolle im Nationalpark. Aus den Tsitsikamma-Bergen fließen dank der hohen Niederschlagsmengen von jährlich bis zu 1.200 mm viele Bäche und Flüsse dem Meer zu. Mit etwas Glück kann man vor der Küste des Nationalparks häufig Delfine und Wale beobachten.

Den Besucher erwatet ein weitgehend unberührtes und intaktes Naturparadies . Ausgedehnte Wanderrouten mit mehreren Übernachtungs-Möglichkeiten wurden angelegt, auf denen der kundige Wanderer die einzigartige Pflanzen- und Tierwelt kennenlernen kann.

Ein bekannter Wanderweg ist der „Otter Trail“ der sich 41 Kilometer an der Küste entlang von der Mündung des Storms River bis nach Nature’s Valley führt.  Auch an die weniger wanderlustigen Besucher ist gedacht. Kurze Spazierwege führen zur Hängebrücke an der Mündung des Storms River und zu dem berühmten Schietklipp – ein Fels im Meer, der ungewöhnlich hohe, laut donnernde Brandungswellen verursacht. Auch eine Bootstour durch den Storms River oder eine Kanu Tour versprechen Spass. Wer mehr Zeit mitbringt findet eine komfortable Ferienanlage mit Campingplatz und Blockhütten direkt am Meer vor.

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Sven Klawunder

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