Erstellt am 23 November 2014

Der Devil’s Peak (englisch für Teufelsspitze; afrikaans Duiwelspiek) ist ein Berg in Kapstadt, an der Ostseite des Tafelbergs. Er hat eine Höhe von 1002 Metern und ist neben dem Lion’s Head einer der Gipfel des Tafelberg-Massivs und wurde bereits 1795 von den britischen Invasionstruppen als „Rückhalt“ genutzt.

Ihr General Sir James Craig ließ damals drei Blockhäuser an den oberen Hängen errichten, von denen eines, das King’s Blockhouse, heute ein National Monument ist.

Woher aber kommt der Name „Devil’s Peak“? Ursprünglich war der Name des Berges einmal “Taubenspitze”. In Kapstadt wurde bis 1806 viel niederländisch gesprochen, so wurde auch der Name der Erhebung auf holländisch übersetzt. Da „Taube“ und „Teufel“ sich in der Sprache sehr ähnlich anhören, kam es im Lauf der Zeit zu dieser Veränderung und aus Taubenspitze wurde Teufelsspitze.

Fragt man aber die Einwohner Kapstadts nach der Bedeutung von Devil’s Peak, wird man mit hoher Wahrscheinlichkeit eine ganz andere Geschichte zu hören bekommen.

Einer Legende nach soll der Pirat van Hunks Anfang des 18. Jahrhunderts auf dem Devil’s Peak seinen Rückzugsort gefunden haben, um dort zu leben. Eines Tages kam ein Unbekannter vorbei, der ihn zu einem Rauchwettbewerb herausforderte, der über mehrere Tage ging. Der Pirat van Hunks gewann und der Unbekannte mußte seinen Namen nennen: Es war der leibhaftige Teufel selbst. Daraufhin sollen sich der Pirat und der Teufel in Rauch aufgelöst haben, der über den Tafelberg gezogen sei. So soll die berühmte Wolkendecke über dem Massiv entstanden sein, die sogenannte „Tischdecke des Tafelbergs“. Von dieser Legende soll auch der Name des Bergs kommen.

Für viele ist der Devil’s Peak ist auch ein tolles Wanderparadies. Empfohlen wird der Aufstieg jedoch nur für erfahrene Wanderer. Startpunkt ist der Park am Rhodes Memorial, von dort geht es über die Mowbray Ridge zum Minor Peak, dem vorderen Gipfel. Von hier erreicht man anschließend den Gipfel des über 1000 m hohen Berges. Auf- und Abstieg dauert etwa 5 – 7 Stunden.

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Sven Klawunder

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