Wilde Geparden kehren in die Provinz Free State zurück

Der Gepard, der zweithäufigst bedrohte Fleischfresser Südafrikas, kehrt zum ersten Mal in 100 Jahren zurück in die „Free State Provinz“. Dies geschah durch die Wiedereinfϋhrung von zwei männlichen Geparden. Sie wurden im Privatbesitz des Laohu Tal Reservats, durch den „Endangered Wildlife Trust“ ausgesetzt. Der Freistaat ist die einzige Provinz in Südafrika, die keine wilden Geparden hatte, seit diese während der Kolonialzeit eliminiert wurden.

Geparden, als weltweit schnellste Landtiere werden von der International Union for the Conservation of Nature als „verletzlich“ eingestuft. Es wird geschätzt, dass nur noch weniger als 1 000 Geparden in Südafrika existieren.

Die Wiedereinführung der Geparden war sehr wichtig um die Geparden vor dem Aussterben zu retten. Kelly Marnewick, Manager des „Endangered Wildlife Trust (EWT)“ Tiererhaltungs Programm, sagte in einer Erklärung: „Diese Wiedereinführung ist der Höhepunkt von Jahren harter Arbeit und wir sind sehr aufgeregt, die ersten, leichtfüßigen afrikanischen Fleischfresser in den Freistaat zurück zu siedeln“. Des Weiteren freut sich Kelly darauf eine Gepardin ins Laohu Tal zurück zu siedeln und hofft darauf, dass die ersten wilden Jungen nach über 100 Jahren im Free State geboren werden können. Die ersten beiden männlichen Geparden wurden auf dem 5 700 Hektar großen Amakhala Game Reservat in Südafrikas Eastern Cape im Juli 2010 geboren und waren von Geburt an in der freien Wildnis und haben für sich selbst gejagt.

Jedoch ϋbt die schnell wachsende menschliche Bevölkerung laut EWT starken Druck auf die geschützten Bereiche und die natürlichen Ressourcen aus. Ebenso sind Schlingen mit Fleisch fϋr Geparden oft tötlich und werden als erhebliche Bedrohung im gesamten Gebiet Afrikas angesehen. Geparden, die in kleineren Gruppen auftreten, müssen in eingezäunten Reservaten, wie Amakhala und Laohu jedoch künstlich verwaltet werden, um Inzucht und Überbevölkerung zu vermeiden. Die EWT sagte, dass diese Rücklagen eine wichtige Rolle fϋr die Population der geschützten Geparden ist um die Tiere außerhalbs des Krϋger Nationalparks zu schϋtzen. Allerdings ist der Schutz der eingezäunten Tiere sehr teuer.

Laut EWT wurden Geparden in etwa 48 Reservaten im südlichen Afrika aus touristischen und ökologischen Gründen wieder eingeführt. 272 Geparden aus Südafrika und Namibia sind momentan in eingezäunten Reservaten zu sehen. Leider war jedoch die langfristige Planung der Wiedereinsiedlung nicht gut organisiert. Zum Beispiel wurden Geparden in Reservate eingeführt in denen eine grosse Anzahl von Löwen beheimatet ist und in denen die Geparden von den Löwen getötet wurden. Weiterhin werden viele Geparden in Gefangenschaft getötet und Programme fϋr die Verhϋtung tragen ebenso zum Bevölkerungsrϋckgang bei. Vincent van der Merwe, Koordinator des EWT Geparden Metapopulation Projekt sagt, dass die Erhaltung von Geparden in kleinen Reservaten nicht ohne einen größeren, übergeordneten Management-Plan realisiert werden kann.

Das Gepard Metapopulations Projekt wurde im Jahr 2011 ins Leben gerufen. Es zielt darauf ab, Geparden  in kleinen Reservaten in Sϋdafrika anzusiedeln. Conservation Finance International, die fϋr die Laohu Tal Reservate arbeiten, finanzieren die Restaurierung des Reservats mit ihrem 33 000 Hektar Lebensraum und bemϋhen sich  die Umwelt zurϋck in ihren Ursprung zu versetzen. Dazu gehört das Entfernen von über 350 Kilometer langen Zäunen, Landwirtschaftlichen Gebäuden und Fallen – um Tiere wieder neu anzusiedeln.

Foto Titelbild: © stuporter – Fotolia.com

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