Erstellt am 11 Januar 2014

Südafrikas Fauna gehört zu den vielfältigsten der Welt. Was das Land für Tierliebhaber noch spannender macht: Zugleich leben zahlreiche tierische Weltrekordhalter in dem gut 1,2 Millionen km² großen Staat. Hier sind mit dem afrikanischen Elefanten, dem Breitmaulnashorn und dem Flusspferd nicht nur die drei größten Landsäugetiere der Erde beheimatet, sondern mit der Zwergspitzmaus auch das kleinste. Auch das höchste Säugetier außerhalb des Wassers, die Giraffe, ist in Südafrika zuhause. Ergänzt wird diese eindrucksvolle Liste durch das schnellste Landsäugetier, dem Geparden. Zusätzlich lassen sich auch Löwen, Büffel und Nashörnern dort in freier Wildbahn beobachten, sodass die Big Five in den Nationalparks in Südafrika ein erfüllbarer Traum vieler Touristen ist. Allerdings ist das Entdecken aller fünf Tierarten nicht ganz leicht. Gerade Leoparden sind eher seltener zu sehen.Über das Gelingen entscheiden dabei nicht nur Glück, sondern auch die Jahreszeit. Zur Regenzeit ist die Vegetation auch in der Savanne üppig, sodass sich viele Tiere dann nur hinter Büschen erahnen lassen. Auch die zur Verfügung stehende Zeit ist ein wichtiger Faktor. Eine Woche sollte die Safari mindestens andauern, um die Erfolgschancen zu optimieren.

Auch Wale und Haie sind in Südafrika zu Hause.

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Der Weisse Hai

Die Big Five sind jedoch nicht alles, was Südafrika zu bieten hat. Inzwischen wirbt das Land sogar mit den „Big Seven“, bei denen Löwe, Leopard, Elefant, Büffel und Nashorn um Wal und Weißem Hai ergänzt werden. Beide sind saisonabhängig an der südafrikanischen Küste zu sehen. Von Ende Juli bis Anfang Dezember können vor allem Südkaper (Southern Right Whales) beobachtet werden. Der Weiße Hai wird zwar das gesamte Jahr über gesichtet, von der Paarungszeit von Juni bis September stehen die Chancen jedoch am Besten. Gerade der kleine Ort Gansbaai, rund 150 km von Kapstadt entfernt, gilt als Mekka für Wal- und Hailiebhaber, da dort besonders Abenteuerlustige den Haien beim Käfigtauchen noch näher kommen können. Doch auch Tigerhaie, Hammerhaie und Sandhaie lassen sich in Südafrika beobachten.

Die Artenvielfalt ist damit noch lange nicht erschöpft.

Leopard

Leopard

Auch abseits der Großen Sieben gibt es noch zahlreiche andere Tierarten, die nicht weniger sehenswert sind. Immerhin teilen sich rund 6 % aller Säugetiere der Erde das Land mit über 500 Vogelarten, 100 verschiedenen Reptilien und zahllosen Insekten. Impalas, Gnus und Zebras sind in Südafrika genauso zu Hause wie Strauße und Flamingos. Auch wilde Brillenpinguine leben an den Küsten und den umliegenden Inseln und zahlreiche Affenarten wie beispielsweise der Pavian finden sich vor allem im Süden des Landes.Die Artenvielfalt des Landes kann also kaum überschätzt werden. Dabei sind übrigens nicht wenige Arten vom Aussterben bedroht und können nur noch in den Nationalparks Südafrikas in freier Wildbahn angetroffen werden. Wer Bedenken hinsichtlich des Umweltschutzes hat, kann übrigens beruhigt werden: Ein Großteil der Tiere wird durch den Tourismus geschützt, da Wilderer dadurch vom Staat stärker verfolgt werden. So haben sich beispielsweise die Bestände des bereits erwähnte Südkapers inzwischen deutlich erholt, was auch an der wachsenden Beliebtheit von Walbeobachtungen liegt.

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Sven Klawunder

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