Erstellt am 10 April 2019

Fahrräder sorgen nicht nur für mehr Bewegung und sind umweltschonender, sie führen ihre Fahrer auch mitten ins Geschehen. In Südafrika geht es auf dem Drahtesel zu Giraffen und Zebras, zum besten Wein der Region und zu den verschiedenen Kulturen der Regenbogennation.

Strampeln und Schlemmen steht bei der „Gourmet Cycle Tour“ von Escape Cycle Tours auf dem Programm. Dieses Rad- beziehungsweise Gourmet-Erlebnis dauert sechs Tage und fünf Nächte. Ausgangspunkt der Ausflüge ist die Kleinstadt Prince Albert in der Karoo. Die Gruppe radelt nach De Rust am Fuße der Swartberge und zur Feigenfarm Weltevrede. Gourmet-Highlights der Tour sind die Frühstücke im Freien, eine Olivenverkostung, eine Weinprobe und der Kochunterricht bei African Relish. Eine weitere Besonderheit in der Region mit einem unendlichen Himmel ist der Vortrag eines Astronomen mit Sternebeobachtung.

Weinliebhaber entdecken auf den unterschiedlichen Fahrrad-Weinrouten des Anbieters AWOL Tours bekannte Orte wie Stellenbosch und Franschhoek oder die Weingegend von Wellington und verkosten gleichzeitig die Weine der Region. Auf der „Constantia Weinroute“ radeln die Teilnehmer mit einem persönlichen Guide in das historische Constantia Tal, dessen Weingeschichte bis ins Jahr 1685 zurückgeht. Das Tal beherbergt acht preisgekrönte Weingüter. Auf der 15 Kilometer langen Route genießen die Radfahrer neben südafrikanischen Weinen, Blicke auf den Tafelberg und die Constantia Berge.

Die Townships besucht man am besten mit dem Fahrrad und begegnet den Bewohnern so auf Augenhöhe. Mit African Public Bicycles geht es beispielsweise in das Township Alexandra in Johannesburg. Jeff Mulaudzi, der das Unternehmen gegründet hat und die Touren selbst begleitet, ist in Alexandra aufgewachsen. Die höchstens acht Teilnehmer radeln durch das Township, treffen Einheimische und probieren lokales Essen. Die zweistündige Tour führt in eine Shebeen – eine lokale Kneipe, zur ersten Grundschule des Townships und Mandelas Haus. Die vierstündige Tour beinhaltet zusätzlich ein Mittagessen, eine Führung durch ein Hostel und eine Bierverkostung.

Wenn Safari auf vier Rädern funktioniert, dann erst recht auch auf zweien: Bei einer Mountainbike-Safari bewegt man sich durch unberührte Natur und die Tiere befinden sich in unmittelbarer Nähe. Möglichkeiten zum Mountainbiken gibt es inzwischen in verschiedenen privaten Wildreservaten, wie auch seit kurzem im Gondwana Game Reserve nahe der Stadt Mossel Bay an der Garden Route. Es beheimatet neben den Big Five unter anderem Elenantilopen, Flusspferde und Leoparden. Zwischen den klassischen Pirschfahrten können Sportbegeisterte auf eigene Faust durch ein abgezäuntes etwa zehn Quadratkilometer großes Gebiet radeln und Tieren wie Giraffen, Zebras und Impalas begegnen. Die Fahrt lohnt sich auch landschaftlich: Mountainbiker genießen Blicke auf die Langeberg Mountains, die Outeniqua-Berge und bewundern die einheimische Fynbos-Vegetation. Bei den insgesamt vier Routen sind Strecken für Anfänger und Fortgeschrittene und für unterschiedliche Fitnesslevels dabei – so wird die Mountainbike-Safari schnell zum Erlebnis für die gesamte Familie. Fahrräder und Equipment können vor Ort ausgeliehen werden.

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Sven Klawunder

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